Ein Australier entkam aus dem Gefängnis wegen Kryptisierung von Supercomputern.

Jonathan Khou hat die Bergbau-Software Ethereum auf der Computerausrüstung eines öffentlichen Instituts in Australien installiert. Der daraus entstandene Schaden belief sich auf mehr als 50.000 Dollar, aber das Gericht ordnete als Strafe nur korrigierende Arbeiten an.

Ein australischer Staatsbürger entkam einer Gefängnisstrafe wegen illegalen kryptographischen Bergbaus. Jonathan Khou, 34, arbeitete als Auftragnehmer für die Staatliche Vereinigung für wissenschaftliche und angewandte Forschung (CSIRO). Im Jahr 2018 führte er das Bergbau-Programm Ethereum und Monero auf lokalen Supercomputern ein. Dabei handelt es sich um eine Spezialausrüstung, die das Institut für ultrakomplizierte Berechnungen nutzt, berichtet die Lokalausgabe des Sydney Morning Herald.

Insgesamt hat Khoo etwa 7.000 Dollar im Kryptenwährungsbergbau auf Kosten eines anderen verdient. Gleichzeitig schätzt das CSIRO den Schaden durch den Einsatz der Technologie des Instituts auf mehr als 55.000 Dollar. Die australische Gesetzgebung sieht für diese Art von Verbrechen bis zu 10 Jahre Gefängnis vor. Das Gericht verhängte heute jedoch eine Strafe von 300 Stunden Strafarbeit und entschied, dass die Handlungen der Khou die Effizienz der Computerausrüstung verringert und damit der Organisation geschadet hätten.

Supercomputer gelten als eine potenzielle Bedrohung für die Kryptographie-Industrie. Beispielsweise erklärte Sergej Kulik, wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Quantentechnologien an der Lomonossow-Universität Moskau, im November 2019, dass das Erscheinen von Quanten-Supercomputern eine ernsthafte Bedrohung für den Markt für Digital Assets darstellen würde. Die Rechenleistung solcher Maschinen kann ausreichen, um die kryptographische Funktion der Blockkette zu entschlüsseln.

Aber nicht alle teilen diese Ansicht. Im Oktober veröffentlichte Forbes einen Artikel, in dem auch die Vernichtung von Bitcoin nach dem Erscheinen des Google-Supercomputers vorausgesagt wurde, aber eine Reihe von Experten waren diesbezüglich skeptisch. Zum Beispiel bemerkte der ehemalige Bitcoin Core-Entwickler Peter Todd, dass sich der Durchbruch im Quantencomputing auf niedrigem Niveau befindet.

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